Freie Wählervereinigung Landkreis Reutlingen
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Der FWV ist es oberstes Gebot, mit Steuergeldern sparsam und mit größter Sorgfalt umzugehen. Deshalb darf sich der Landkreis nicht mit Aufgaben übernehmen, die ihm nach den Gesetzen gar nicht zustehen, und sich unter keinen Umständen "finanzielle Abenteuer" aufladen. Denn letztlich tragen die Städte und Gemeinden den Haushalt des Landkreises, sie müssen ihn ausgleichen. Was sie an den Landkreis abliefern, fehlt für örtliche Aufgaben wie z.B. Kindergärten, Schulen, Sozialstationen oder Sportplätze. Wenn bei Städten und Gemeinden das Geld knapp wird, müssen sie wieder die Bürger "zur Kasse bitten." Um dies in ganz engen Grenzen zu halten versteht sich die FWV auch als "Wächter" darüber, daß die Bürger nicht durch "sich unendlich erhöhende" Steuern und Gebühren dafür einstehen stehen müssen, wenn beim Landkreis "über die Verhältnisse gelebt" wird.

Deshalb wird die FWV im Interesse aller Bürger und Einwohner auch weiterhin fordern, dass die Kreisumlage auf einem für die Städte und Gemeinden erträglichen Niveau bleiben muss.

Größtes finanzielles Problem für den Landkreis sind die unaufhörlich steigen Sozialkosten, schon jetzt dominieren sie mit mehr als drei Vierteln den Haushalt des Landkreises. Wenn es nicht gelingt, diese Kostenlawine zum Stillstand zu bringen, ereilt den Landkreis und damit auch seine Städte und Gemeinden bald die völlige Handlungsunfähigkeit. Bisher leider vergeblich hat die FWV von Bund und Land den Grundsatz "Wer bestellt, bezahlt !" eingefordert. Den Kommunen müssten entweder verfassungsrechtlich neue Einnahmen garantiert werden, oder aber müssten Bund und Land sowohl die Leistungsgesetze einschränken und überhaupt darauf verzichten, den Kommunen immer wieder neue oder zusätzliche Sozialkosten aufzubürden.

Derzeit bereitet das Land eine Verwaltungsreform vor, die zu umfangreichen Aufgabenverlagerungen an die Landkreisen führt. Der FWV ist dabei wichtig, dass dies auch zu mehr Bürgernähe, Vereinfachungen und Kosteneinsparungen führt, keinesfalls dürfen die Kreishaushalte erneut mit Mehrkosten belastet werden. Auch deswegen muss es nach Meinung der FWV selbstverständlich sein, dass unnötige Vorschriften aufgehoben werden !